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Outline. Ein würdiger Onenote Ersatz

Wenn man über digitale Notizbücher schreibt, oder recherchiert, kommen einem sofort Evernote, Onenote, Apple Notes und vielleicht noch Google Keep in den Sinn. Welches Tool das bessere ist, ist dabei vor allem aufgrund des individuellen Anspruchs und den eigenen Anforderungen zu bestimmen. Oftmals sind es aber auch Glaubenskriege die über den Sinn und Unsinn solcher Helferlein regieren. Wieso also ein weiteres Tool vorstellen, wenn die Auswahl jetzt schon unübersichtlich ist und an den Grundausrichtung nichts ändern wird? Ganz einfach. Das Tool, welches ich euch ein wenig näher bringen möchte, kombiniert die Stärken von Onenote und ergänzt diese mit nützlichen Funktionen die Onenote nicht bietet. Ja Onenote. Für diejenigen, die ihre Notizen mit einem anderen Programm Pflegen, könnte diese Alternative jedoch ebenso interessant sein. Denn oftmals liegen die Gründe für den Verzicht auf gute Software bei Gründen, die nicht unbedingt etwas mit der gebotenen Leistung zu tun haben. So habe ich bereits öfter gehört, dass auf Onenote oder die Office Suite verzichtet wird, weil diese von Microsoft entwickelt wird. Ebenso benötigen viele Leute nicht den vollständigen Umfang einer Software. Wenn diese also nicht nur überladen, sondern auch viel Speicherplatz frisst,  können dies Gründe für den Wechsel oder die Nichtbeachtung einer Software sein.

Outline ist vollständig kompatibel mit Onenote und bietet offline Notizbücher an

Outline schafft es, den Spagat zwischen Leichtigkeit und gebotenem Umfang hervorragend umzusetzen. Das Programm unterstützt das Onenote Notizbuchformat vollständig. Es ist also möglich seine bestehenden Notizbücher mit Outline zu öffnen und zu bearbeiten. Diese Kompatibilität besteht in beide Richtungen. Die bearbeiteten Notizbücher lassen sich also im Nachhinein auch mit Onenote weiter bearbeiten. Ebenfalls lässt sich Outline perfekt für Cloudcomputing einsetzen. Die Notizbücher lassen sich entweder direkt mit iCloud oder via WebDAV synchronisieren. Wem das nicht genügt, der kann ebenfalls über Onedrive synchronisieren. Wichtig bei all dem ist jedoch, dass aufgrund des Onlinezwangs, den Microsoft bei der Benutzung von Onennote verlangt, eine Crossplattform Bearbeitung mit anderen Onenote Nutzern nur möglich ist, wenn Onedrive Notizbücher verwendet werden.  Wem dies nicht all zu wichtig ist, kann seine Notizbücher also auch offline Pflegen. Begibt man sich in die Microsoft Cloud, lassen sich die bestehenden Notizen weiterhin mit den iOS Onennote Apps bearbeiten.

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Outline bietet ein eigenes Notizbuchformat

Outline bietet darüber hinaus auch die Möglichkeit ein eigenes proprietäres

Notizbuch Format des Herstellers zu nutzen. Ein Im- und Export zu bestehenden oder neuen Onenote Büchern ist aber jederzeit möglich.

Die Integration des Onenote Clippers ist möglich

Auch der Onenote Clipper lässt sich für Outline „missbrauchen“. Dafür ist es jedoch erforderlich zumindest ein Notizbuch in der Microsoft Cloud zu verwenden. Im Onenote Webclipper sucht man dazu lediglich das passende Outline (Onedrive) Notizbuch aus und schickt seine Clips an dieses. Sodann erscheinen die Inhalte in eurem Outline Notizbuch und können von dort aus durch einfaches kopieren anderweitig eingefügt werden.

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Outline besticht durch Apple typisches Design

Insgesamt überzeugt die Benutzerführung und Bedienoberfläche von Outline. Im Gegensatz zu den bekannten Ribbons aus der Microsoft Umgebung erinnert Outline an die iWorks Suite von Apple. Die Bedienelemente sind puristischer. Nichts desto trotz bietet es fast alle Möglichkeiten, die Onenote bereit hält. Neben der Möglichkeit seine Notizen wie auf einem Whiteboard frei zu platzieren, können Wörter mit Tags versehen werden. Ebenso lassen sich Texte wunschgemäß formatieren und können über die Suche gefunden werden.

Aufbautechnisch orientiert sich Outline jedoch sehr an Onenote. Alte Hasen finden sich also schnell zurecht. Neben der Möglichkeit einzelne Notizbücher anzulegen, können die Notizen wie in Onenote in Abschnitte und Unterseiten gegliedert werden. Das Aggregationsniveau sollte allen Anforderungen genügen.

Outline ist Ressourcenarm und jederzeit flüssig zu bedienen

Outline selbst bleibt bei alle dem jedoch recht genügsam was Speicherplatzbedarf und Ressourcenhunger angeht. Das Tool ist installiert gerade einmal knapp 100 Mb groß. Die Bedienung ist selbst bei großen Notizbüchern jederzeit flüssig.

Und was ist der Haken?

Outline kostet Geld

Tja, natürlich ist auch dort Schatten wo viel Licht ist. Im Gegensatz zur Microsoft Alternative kostet Outline Geld. Mit satten 40 Euro schlägt das Tool zu buche. Außerdem ist es bisher nur auf dem Mac und für das iPad unter iOS verfügbar. Dort muss man weitere 10,99 Euro blechen. Dafür erhält man neben einer umfangreichen Onennote Alternative, vor allem die Möglichkeit seine Notizen auch offline zu pflegen, ein Speicherarmes Tool und ein Mac typisches Bedienungsdesign.

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